Dienstag, 23. Februar 2016

[Manga Review] Detektiv Conan #86


DETEKTIV CONAN #86
Gosho Aoyama
 
Die Tochter eines Industriellen wird tot treibend im Hotelschwimmbad gefunden. Eigentlich hatte das Personal noch wenige Minuten vorher dort nach ihr gesucht, sie aber nicht gefunden. Nun ist sie wie von Geisterhand dort aufgetaucht. Ein Rätsel was Conan Edogawa und Masumi lösen wollen.

     Eigentlich wollten die Beiden zusammen mit Ran und Sonoko nur den Pool ausprobieren, doch letztlich sind sie in einen rätselhaften Mord hineingezogen worden. Die Detektive haben sogar noch vor Kommissar Megure und Inspektor Takagi einen Verdacht. War es die Stiefschwester, der eifrige Sekretär oder der zurückhaltende Hotelmanager? Alle hatten auf jeden Fall die Gelegenheit dazu.
     Conan erfährt von seinen FBI Kontakten, das die Nummer 2 in der Schwarzen Organisation den Codenamen 'Rum' trägt. Als er Ai daraufhin anspricht, erinnert sie sich an Fakten. Rum soll ein kräftiger Hüne, ein älterer Herr und ein feniminer Mann mit einem künstlichen Auge sein.
     Eigentlich wollten sie zusammen mit den Detective Boys gerade nach Hause gehen, da sieht Ayumi einen Jungen, der auf eine Apartmenttür starrt. Sie sprechen ihn an und er berichtet von einer Frau, die ihn bat auf die Tür zu achten. Sollte sie eine halbe Stunde nachdem drei Männer sie besuchten nicht die Tür öffnen, wäre sie ermordet worden und er soll die Polizei rufen. Conan ist entsetzt und läuft zur Wohnungstür. Im Flur dahinter sieht er die Frau erhängt. Ermordet, wie sie voraus sagte.
     Heiji und Kazuha laden Kogoro Mori, Ran und Conan in die Berge von Nagano ein. Hier gibt es nicht nur heiße Quellen und die berühmte Pfeilmehlwurzelsuppe, auch wurde hier ein Kamaitachi, ein legendäres Wesen mit einer Sichel auf dem Rücken, gesichtet. Dies hat die kleine Pension in die Schlagzeilen gebracht und ihr mehr Besucher. Was der Betreiberin mehr Umsatz bringt, missfällt ihrem Schwiegervater. Nach einem Gespräch über antike Gegenstände, erzählt sie von einer alten Sichel. Die Gruppe schaut sich diese in einem Schuppen an, als plötzlich das Licht erlischt und ein Unbekannter mit etwas messerscharfen drei Personen verletzt.
     Daraufhin wird die Polizei eingeschaltet und der trottelige Kommissar Yamamura erscheint. Während er noch absurde Theorien konstruiert, wird der Schwiegervater der Besitzerin mit der Sichel erstochen aufgefunden. Der einzige Weg zum Tatort führt über eine heiße Quelle und keiner der Anwesenden zeigt nasse Spuren. War es vielleicht doch der Kamaitachi, der über das Wasser gelaufen ist? Ein Rätsel für Heiji und Conan.
    Bei einem Besuch der Ebene von Kawanakajima und den Statuen der legendären Kämpfer treffen Conan, Ran und Kogori auf ihre Bekannten Inspektor Yui, Kommissar Yamato und Kommissar Morofushi, die ebenfalls die Stätte anschauen. Unerwartet tauchen weitere Polizisten mit denen sich Yamato nicht versteht auf. Nach einer verbalen Auseinandersetzung geht er zusammen mit den Freunden zu einer Brücke. Da sehen sie plötzlich Blut und einen Kopf im Fluss treibend. Dieser gehört einem Polizisten und als dann noch der Verdacht auf Yamato fällt, beschließt Conan den Fall zu lösen.

     Der DETEKTIV CONAN Band vom Egmont Verlag beginnt mit der spektakulären Aufklärung eines mysteriösen Mordfalls, bei dem Physik eine wichtige Rolle spielt. Dieser Fall ist interessant und spannend erzählt. Beim Abenteuer mit den Detective Boys dagegen mischt sich Tragik mit hinein. Sie haben ein Rätsel vor sich, das nur mit Tricks zu lösen ist.
     Erfreulich ist ebenfalls der Fall mit Heiji und Kazuha. Dieses Duo hätte gerne länger dabei sein können. Ihre Geschichte ist mysteriös und übersinnlich. Hier kommt natürlich auch die japanische Mystik ins Spiel. Ebenfalls geheimnisvoll geht es im letzten Fall vor sich, der im Nächsten seine Auflösung finden wird. Diese hat etwas Klassisches und gerade mit den lang nicht gesehen Gast Kommissaren verspricht er viel.
     Die unterschiedlichen Fälle bieten Abwechslung, bei denen mal Masumi, mal die Detective Boys und mal Heiji im Mittelpunkt stehen. Dazu mischt sich der allgemeine Humor, wie das Aufziehen Heiji's mit seinen Gefühlen für Kazuha. Dies ist natürlich etwas kindisch, aber hier möchte Gosho Aoyama scheinbar einen Status Quo beibehalten.
     Zusätzlich gibt es neue Informationen zur Schwarzen Organisation mit dem noch geheimnisvollen Charakter 'Rum'. Etwas unlogisch scheint nur Ai's Aussage zu sein, das sie plötzlich Informationen über ihn hat. Eigentlich ist sie ja schon lange nicht mehr dabei und hatte mehr in einem Labor zu tun. Vom Zeitfaktor darf man nicht ausgehen, denn wenn man im Kontext bedenkt, das allein Conan 2016 sein 20 jähriges Anime Jubiläum feiert und die Handlung von Shinichi's Wandlung in Conan bis Aktuell nicht einmal zwei Jahre umfasst, muss Aoyama einiges zurechtbiegen.
     Der Egmont Manga ist von guter Qualität und Druck, sowie einer großartigen Übersetzung. Leider gibt es einen Layoutfehler auf den letzten Seiten von Fall 8 'Der Spuk hat ein Ende'. Dort ist ein Dialog doppelt gedruckt, wodurch ein Anderer fehlt. Dieser beinhaltet eine wichtige Erklärung der Mordhintergründe. Nach der englischen Übersetzung lautet der fehlende Dialog: "Sie hatte keine Wahl als Bedienung in einem Restaurant zu arbeiten, um mich zu ernähren. Letztlich erkrankte sie an einer Lungenentzündung und starb zwei Jahre später."
     Im Gesamten werden Spannung, Mystik und Geheimnisse durch abwechslungsreiche Fälle mit zahlreichen Gastauftritten geboten, was den Leser von Beginn an fesselt.

Vorheriger Band: [Manga Review] Detektiv Conan #85
Folgender Band: [Manga Review] Detektiv Conan #87

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