Montag, 11. März 2013

[Game Review] Guild Wars 2 - Flamme und Frost


GUILD WARS 2 - FLAMME UND FROST

Das Addon für das Rollenspiel GUILD WARS 2 kommt mit einer Menge eindruckvollen neuen Features heraus. Ich wurde von NCSOFT ins Hamburger East Hotel eingeladen und Entwickler Colin Johanson zeigte mir, was sich alles geändert hat.


      Zuerst erhielt ich einen Überblick, des Addons 'Flamme und Frost'. Hier entwickelt und erweitert sich die Storyline von Monat zu Monat. Besonders interessant für Spieler, die mit ihrem geliebten Charakter bereits dessen Geschichte durchgespielt haben. Wie im richtigen Leben, kann man nun weitere Abenteuer erleben und so neue Einblicke gewinnen.

      Colin sagte dazu: "Es ist wie Deine Lieblingsfernsehsendung. Jede Woche wartest Du gespannt auf die neue Folge und genau dieses Gefühl wollten wir auf GUILD WARS 2 übertragen."
      Neu ist das Gilden-Missionen Feature, das Gilden nun erlaubt, irgendwo auf der Weltkarte sich zu sammeln und eigene Missionen zu entwickeln. So können Gilden selbst etwas zum Universum beitragen und gleichzeitig Upgrades und Belohnungen ergattern. Dazu stehen fünf verschiedenen Missionsarten zur Verfügung.
     Die Erste ist die 'Kopfgeldjagd'. Bei einem Zeitlimit von 15 Minuten müssen alle Spieler eine Reihe von Bossgegner finden und gefangen nehmen. Was keine leichte Aufgabe ist, denn die Bosse haben einiges drauf. Hier ist Teamwork gefragt.

     Es gibt die 'Scavenger-Jagd', wo die Spieler Screenshots von bestimmten Gegenden erhalten und diese dann in einer gewissen Zeit finden müssen. Erinnert an eine Schatzsuche nach einer Karte.
      Das Dritte sind die 'Gilden-Missionen'. Große epische Events und Kämpfe, die viel koordiniertes Gruppenspiel erfordern. Dieses geschieht in der offenen Welt und jederzeit können so vorbeilaufende neue Spieler rekrutiert werden. Hier wird auch angegeben, welche Gilde die Missionen organisiert hat, was jeder Spieler durch das jeweilige Gilden-Symbol sehen kann.
      Dann gibt es die 'Gilden-Rennen'. Jeder Spieler wird in ein Hühnchen oder Geisterwolf verwandelt und muss sich in einem Wettrennen mit anderen Spielern messen. Dies klingt sehr einfach, aber die Strecken sind mit Hindernissen und Fallen gepflastert.
     Als Letztes gibt es noch 'Rätsel-Missionen'. Hier ist Geschick und Koordination gefragt. Dazu wird der Spieler an neue Orte geführt und muss sich zum Beispiel durch ein gigantisches Labyrinth schlagen. Kleine Rätsel müssen gelöst werden, entweder alleine oder als Team.

     Mit diesem neuen Features will NCSOFT dem Spiel mehr Interaktivität mit den Spieler verleihen, um zu zeigen, dass weit mehr Möglichkeiten des Gameplay in GUILD WARS 2 stecken. Eine weitere Neuerung ist die brandneue PvP-Karte: Geisterwacht. Eine Art 'Capture the Flag' für RPGs. In einem friedlichen, von Felsschreinen für die Geister der Wildnis der Norn umrahmten, grünen Tal erzielen Spieler Bonuspunkte, indem sie die Kugel des Aufstiegs erbeuten und sie zu einem der drei Schreine in der Karte bringen.
      Dann gibt es ein bewertetes PvP für zwei Teams, wo gleichwertige Gegner in einem schnellen, intensiven Match gegeneinander antreten. Dies soll zu Turnieren anspornen und den Besten der Besten Herausforderungen ermöglichen.

      Weiter werden die täglich sich ändernden Challenges erweitert und jeder Spieler kann sich Herausforderung, die ihm liegen auswählen. Doch die größte Neuerung ist der 'Handelsposten'. Eigentlich sollte er schon im Hauptgame dabei sein, aber unvorhergesehenes hatte dazu geführt, das er nicht dabei war.  Hier können neue Gegenstände gekauft werden, mit dem Vorteil, sie vorerst anzusehen. Klickt dazu einfach mit der rechten Maustaste das Gegenstandssymbol an und wählt „Vorschau“, um euch den Gegenstand an eurem Charakter zu betrachten. So kann man überprüfen, ob sich nicht nur der Kauf lohnt, sondern auch ob der Gegenstand zum Charakter passt.


Ich und Colin Johanson
      Am Ende der Präsentation stellte ich Colin Johanson noch einige Fragen, die einen guten Einblick in die Entwicklung des Spiels gaben.

MCP: Um dieses neue Feature zu entwickeln und überhaupt GUILD WARS 2 zu erweitern, achtet Ihr auf Feedback und sprecht mit der Community?

Das tun wir immer. Die Community ist ein wichtiger Teil unseres Spiels und sie machen unser Spiel zu dem, was es ist. In regen Kontakt sprechen wir über neue Ideen und sammeln Meinungen und Anregungen. Gerade das neue 'Gilden-Missionen' System ist daraus entstanden.

MCP: Du hast bereits an verschiedenen Addons gearbeitet. Was macht ein gutes Addon aus?

Indem man auf Feedback hört und die Community beobachtet. Sich aber auch überlegt, was bringt das Spiel weiter und belebt es.

MCP: Jetzt zurückgeschaut auf GUILD WARS 2, gab es Dinge die geändert wurden, weil sie z.B. einfach nicht funktionierten?

Das ist das Schöne an MMOs. Sie sind so lebendig und durch die vielen täglichen Spieler kann man beobachten, wie jeder an Herausforderungen unterschiedlich herangeht. So fallen uns auch Gegenden auf, wo nichts los ist, was wir im nächsten Update ändern können. Der Handelsposten ist ein gutes Beispiel dafür, dass nicht alles so funktionierte, wie wir es uns vorgestellt haben. Aber durch die Möglichkeit neuen Contest regelmäßig anzubieten, hatten wir Zeit ihn zu verbessern und nun gibt es ihn. Ein weiterer Punkt ist die Evolution der dynamischen Events, die wir stetig verbessern wollen.

MCP: Es gibt MMOs, die mit ihrem Updates auch Quests streichen und eine Art Zeitlinie in ihrem Universum vorantreiben. Neueinsteiger haben so oft nicht die Möglichkeit auf älteren Kontent zuzugreifen. Geschieht dies ebenfalls bei GUILD WARS 2?

Das ist eine gute Frage. Sicher kommt es vor, das Quests nicht funktionieren, was zur Folge hat, dass sie verändert oder gestrichen werden. Wir versuchen alles zu behalten und können über sogenannte Timer eben Quests für Spieler individuell auftreten lassen. Erreicht er ein bestimmtes Level, ist dieser Quest oder diese Geschichte spielbar.

MCP: GUILD WARS 2 ist eine gewaltige Welt. Habt Ihr überhaupt noch den Durchblick, wo Ihr in der Welt noch Events erzählen könnt?

(lacht) In der Tat, wir haben eine riesige Karte im Studio hängen mit Unmengen an Notizen. Dies vereinfacht uns beim Brainstormings über neue Ideen zu sprechen.

MCP: GUILD WARS 1 wird bis heute von Tausenden täglich gespielt und Teil Zwei entwickelt sich zum selben Phänomenen. Wann kommt der Punkt zu sagen, nun müßte ein neuer Teil her?

Teil Eins haben wir soweit es geht erweitert. Aber irgendwann kam der Punkt, dass unsere Ideen einfach nicht mehr von der Engine umgesetzt werden konnten. Klar spielt immer der technische Aspekt eine Rolle. Alles entwickelt sich weiter, da muss man auch bereit sein zu sagen, jetzt ist Schluss, nun machen wir eine Art Neustart. Natürlich muss man ebenfalls die Industrie im Auge behalten. Neue MMOs werden veröffentlicht mit zahlreichen Innovationen, was neue Spieler anzieht. Man muss manchmal dies aufgreifen. Bei GUILD WARS 1 haben wir unsere Grenzen gespürt, weshalb wir die Engine von Teil Zwei so konstruierten, das sie ständig erweitert werden kann.

MCP: Danke fürs Gespräch und die Präsentation.

Habe ich doch gerne gemacht.

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